Das franziskanisch geprägte Menschenbild

Das franziskanisch geprägte Menschenbildlehrt uns, dass jeder Mensch ein Bruder oder eine Schwester ist, weil Gott, der uns alle ins Leben gerufen hat, Vater und Mutter ist. Auch Tiere, Pflanzen und Elemente sind ein Teil dieser ganzheitlichen Sicht. Somit hat der Umgang mit der Mitwelt (in-)direkt mit Gott zu tun: „So wie ich mit den Menschen und der Schöpfung umgehe, so gehe ich mit Gott und letztlich auch mit mir selber um.“ Das franziskanische Verständnis sieht den Menschen nicht als Besitzer von materiellen Gütern, sondern als verantwortungsvoller Verwalter für das, was ihm in den verschiedenen Lebensabschnitten anvertraut wird.
Franziskus würde wohl sagen: Wir können nur dann unbeschwert glücklichen sein und in Frieden leben, wenn wir die Not, die uns unmittelbar begegnet, zu lindern versuchen.
In Begegnungen, mögen sie noch so herausfordernd sein, werden Glaube, Hoffnung und Liebe in dem Masse erfahrbar, wie wir mit Gott und uns selbst eins sind. Somit trägt ein Mensch, der sich bewusst für diesen Weg entscheidet, die Vergebungsbereitschaft und Liebe auf Vorschuss in sich, für alles was ihm das Leben zumutet.

Diese franziskanisch geprägten Werte sind eine Orientierung auf dem Weg, zum gereiften Menschsein, wobei die „vollkommene Freude“ Leid und Glück beinhalten. Oder anders formuliert, wenn es einem zuerst um die „Selbstlose Liebe“ (Reich Gottes) geht, dann wird einem alles andere dazu gegeben.

Das franziskanisch geprägte Menschenbild lehrt uns, dass jeder Mensch ein Bruder oder eine Schwester ist, weil Gott, der uns alle ins Leben gerufen hat, Vater und Mutter ist. Daher sind auch Tiere, Pflanzen und Elemente Teil dieser ganzheitlichen Sicht. Somit hat der Umgang mit der Mitwelt (in-)direkt mit Gott zu tun: „So wie ich mit den Menschen und der Schöpfung umgehe, so gehe ich mit Gott und im Letzten mit mir selber um.“ Aus dem franziskanisch geprägten Blickwinkel, ist zu erahnen, dass der Mensch eigentlich keinen wirklichen privaten Besitz hat, sondern ein guter Verwalter für das sein will, was ihm in den verschiedenen Lebensabschnitten anvertraut wurde. Franziskus würde wohl sagen: Wir können unbeschwert glücklicher Friede haben, wenn wir auch der Not, die uns unmittelbar begegnet zu lindern versuchen. Wenn Dir dann jemand in die Augen schaut und Glaube, Hoffnung und Liebe tiefer erfährt, bist du tiefer mit deinem und Gottes Wesen eins geworden. Somit trägt dieser Mensch der diesen Pfad geht die Vergebungsbereitschaft auf Vorschuss in sich, für alles was einem noch zustossen wird.

Diese franziskanische geprägte Offenheit, ist einer der Pfade auf dem wir uns Erneuern und zu gereiftem wunschlos glücklichen Menschsein gelangen.

 

 Ein Gebet, welches auf Franziskus zurück geht und von mir etwas neu Formuliert wurde.

O Gott, mache mich zu einem Werkzeug
Deines Friedens.
Dass ich Liebe bringe,
wo man sich hasst.
Dass ich Wege der Versöhnung aufzeige,
wo Menschen sich kränken.
Dass ich Einigkeit bringe,
wo Zwietracht herrscht.
Dass ich zur Wahrheit stehe,
wo der Irrtum sich breit macht.
Dass ich gesunden Glaube lebe,
wo der Zweifel drückt;
Dass ich die Hoffnung wecke,
wo Verzweiflung quält;
Dass ich Licht entzünde,
wo die Finsternis regiert;
Dass ich Freude bringe,
wo der Kummer wohnt.

O Gott, lass mich danach trachten:
in Dir Trost zu finden,
dass ich wahrhaftig trösten kann.
Mich in Dir angenommen weiss,
dass ich andere so annehmen kann, wie sie sind.
Mich in Dir geliebt erfahre,
dass ich selbstloser lieben kann.
Denn wer verzeiht, dem wird verziehen,
wer sich hingibt, der empfängt;
wer sich selbst vergisst, der findet;
und wer stirbt, der erwacht zum ewigen Leben.